Das Schweizer Duett qualifiziert sich für den Final
05.08.2010 - Swiss Synchro: Die Synchronschwimmerinnen Pamela Fischer und Marina Sauremann erreichen den 11 Zwischenrang.
Mit ihren aus Schweizer Sicht hervorragend geschwommenen Technischen Küren jeweils am Morgen legten Pamela Fischer und Marina Saurenmann sowohl im Solo als im Duett den Grundstein für den Finaleinzug.
Mit ihrem Freien Programm konnten sie sich am Abend jeweils den Finalplatz sichern.

Auffallend war die geringe Teilnahme in der Solodisziplin. Hervorragende Solistinnen wie die Französin Chloe Wilhelm waren nicht am Start. Dies ist nur so zu erklären, dass das Schwergewicht bereits jetzt auf die Duettvorbereitung für Olympia 2012 in London gelegt wird. Die Konkurrenz im Duett ist gewaltig: Länder wie Ungarn, Türkey, Bulgarien, San Marino oder Polen waren bis anhin keine namhafte Konkurrenz. Jetzt aber wird auch in diesen Ländern profimässig trainiert, und sie haben sich gewaltig gesteigert. Für ein ganz neues Duett mit international ziemlich (Pamela) bis ganz unbekannten (Marina) Schwimmerinnen ist es nicht einfach, sich in die Phalanx der Spitzenleuten hinein zu drängen. Pamela ist erst letztes Jahr zum ersten Mal als Solistin an einer WM aufgetreten, und für Marina sind diese EM erst ihre 3. internationale Meisterschaft überhaupt. Um so mehr ist die Leistung der beiden Schweizer Synchronschwimmerinnen zu schätzen.
An diesen Meisterschaften sind Russland und Spanien eine Klasse für sich. Italien hat nach dem Rücktritt ihrer Bronzemedaillegewinnerin im Solo von der WM Rom 2009 stark nachgelassen. Es erstaunt umsomehr, dass die Richter das Solo und Duett aus Italien immer noch auf Rang 4 plaziert haben. Ukraine hat jetzt ganz klar Italien überholt und ist gute Dritte in beiden Disziplinen.
Erstaunlich ist auch die hohe Bewertung des Israelischen Duetts, dass von den beiden Schweizerinnen noch vor drei Wochen an den Swiss Open eindeutig geschlagen wurde. Anastasia Glouskov ist aber eine ausgezeichnete Solistin und belegt momentan Rang 4. Nur so sind die hohen Noten auch im Duett zu erklären, die aber bei weitem nicht der gezeigten Leistung entsprechen. Zu unserem grossen Erstaunen hat das Israelische Duett hier sogar Frankreich und fast Grossbritannien überholt!
Gemäss Aussagen von kompetenten Fachleuten aus Kanada und Japan, die diese EM im Hinblick auf den Weltcup in China im kommenden September besuchen, sind zudem die Punktedifferenzen zwischen den einzelnen Rängen eindeutig zu gross. Diese Noten entsprechen nicht der Leitungsdichte, die momentan gezeigt wird.
Wie im Schwimmen ist der Final ein neuer Wettkampf, wo die Vornoten nicht zählen. Die Schweizerinnen werden versuchen, ihre direkten Konkurrenten aus den Niederlanden und Oesterreich im Final mit einer guten Leistung anzugreifen..........
Susi Morger, Teamchef Swiss Synchro EM Budapest
Resultate
Bilder Duett
Video Duett

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