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Selektion der Nationalmannschaften für internationale Meisterschaften

Philosophie und Ziele

Selektionierte Athleten verpflichten sich, als Nationalmannschaftsmitglied die bevorstehende internationale Meisterschaft als Saisonhöhepunkt zu planen und vorzubereiten. Für alle Meisterschaften gilt die Zielsetzung:
Bestzeitenquote von über 50%. Swiss Swimming Athleten sind konstant an jeder Meisterschaft in Finals vertreten und fähig in die Medaillenränge zu schwimmen. Im Minimum erreicht jeder Athlet die Qualifikationszeit und/oder eine Top-16 Klassierung. Mit selektionierten Staffeln wird stets die Finalqualifikation angestrebt.

Abstufung und Stellenwert der Meisterschaften ELITE:

1. Olympische Spiele (OS): Für alle Athleten sind OS das grösste Ziel. Der Anlass findet nur alle vier Jahre statt und übt als Megaevent den grössten Reiz aus. Die Limiten werden von Swiss Swimming ausgearbeitet unter Berücksichtigung der Zielvorgaben von Swiss Olympic. Angaben zu den Limiten für 2012 können derzeit noch nicht gemacht werden.

2. Weltmeisterschaften (WM): finden in den ungeraden Jahren statt und sind der wichtigste Höhepunkt für die Elite im Jahr vor bzw. nach den Olympischen Spielen. Die Limiten werden nach dem System „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei WM plus 2%“ berechnet

3. Europameisterschaften (EM): finden in den geraden Jahren statt und sind der wichtigste Höhepunkt in der Mitte der Olympiaperiode. Im Olympiajahr ist es die wichtigste Standortbestimmung vor den OS. Die Limiten werden nach dem System „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei EM plus 2%“ berechnet

4. Kurzbahn-Europameisterschaften (KEM): der Einsteigerwettkampf auf internationalem Niveau bei der Elite. Mit bewusst einfacheren Limiten soll ein grosses Team selektioniert werden. Unerfahrene Athleten sollen die Möglichkeit erhalten, zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Limitenberechnung erfolgt nach dem Prinzip „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei KEM plus 3.5%“

5. Kurzbahn-Weltmeisterschaften (KWM): der Spezialistenwettkampf, der nur für ausgewiesene Kurzbahnschwimmer vorgesehen ist. Die Limiten werden nach dem System „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei KWM plus 2%“ berechnet

6 Universiade: Für Studierende das ideale „Übungsfeld“ für Olympische Spiele und gleichzeitig für die zweite Garde der ideale Karrierehöhepunkt. Die Limiten werden von Swiss Swimming ausgearbeitet unter Berücksichtigung der Zielvorgaben des Schweiz. Hochschulsport Verbandes.

Abstufung und Stellenwert der Meisterschaften JUNIOREN:

1. Junioren-Europameisterschaften: der wichtigste Höhepunkt für Mädchen (15/16 Jahre) und Knaben (17/18 Jahre). Finden alljährlich statt. Die Limiten werden nach dem System „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei JEM + 2 %“ berechnet. Für den jeweils jüngeren Jahrgang berechnet sich die Limite mit plus 3%. Für den Fall, dass sich mehr Athleten qualifizieren als Startplätze verfügbar sind, werden die schnellsten Schwimmer unabhängig vom Alter selektioniert. Für die 50m Disziplinen gelten strengere Limiten: „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei JEM + 1 %“ berechnet. Für den jeweils jüngeren Jahrgang berechnet sich die Limite mit plus 2%.

2. Multinations: Ein Auswahlwettkampf ähnlich wie die Schweizerische Vereinsmeisterschaft. Der Teamgedanke und der Ländervergleich stehen im Vordergrund. Gleiche Alterskategorien wie JEM. Qualifikation durch Chef Nachwuchs, in der Regel der Schnellste pro Disziplin (ohne 50m Strecken)

3. Youth-Weltmeisterschaften: untergeordneter Stellenwert da Akzeptanz (noch) fehlt und eine breite, internationale Verankerung aussteht. Teilnahmeberechtigt sind Mädchen (14-17 Jahre) und Knaben (15-18 Jahre). Vorderhand keine Beschickung durch Swiss Swimming.

4. Youth Olympic Games: derzeit noch unklares Programm, Alterskategorien noch nicht definitiv bestimmt, Austragungsrhythmus ev. nur alle 4 Jahre. Eine Beschickung wird von Swiss Swimming geprüft

Abstufung und Stellenwert der Meisterschaften JUGEND:

1. European Youth Olympic Festival: der wichtigste Höhepunkt für Mädchen (13/14 Jahre) und Knaben (15/16 Jahre). Findet alle 2 Jahre statt. Die Limiten werden nach dem System „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei EYOF + 3 %“ berechnet. Für den jeweils jüngeren Jahrgang berechnet sich die Limite mit 4%. Für die 50m Disziplinen (sofern im Programm) gelten strengere Limiten: Diese Limiten werden nach dem System „Durchschnitt 8. Rang* der letzten drei EYOF + 2 %“ berechnet. Für den jeweils jüngeren Jahrgang berechnet sich die Limite mit plus 3%

Für den Fall, dass sich mehr Athleten qualifizieren als Startplätze verfügbar sind, werden die schnellsten Schwimmer unabhängig vom Alter selektioniert. Die Limiten für das EYOF werden gemeinsam mit Swiss Olympic festgelegt und können dadurch Anpassungen erfahren.

2. Multinations: Ein Auswahlwettkampf ähnlich wie die Schweizerische Vereinsmeisterschaft. Der Teamgedanke und der Ländervergleich stehen im Vordergrund. Gleiche Alterskategorien wie EYOF. Qualifikation durch den Chef Nachwuchs, in der Regel der Schnellste pro Disziplin (ohne 50m Strecken).

3. Youth-Weltmeisterschaften: untergeordneter Stellenwert da Akzeptanz (noch) fehlt und eine breite, internationale Verankerung aussteht. Teilnahmeberechtigt sind Mädchen (14-17 Jahre) und Knaben (15-18 Jahre). Vorderhand keine Beschickung durch Swiss Swimming.

4. Youth Olympic Games: derzeit noch unklares Programm, Alterskategorien noch nicht definitiv bestimmt, Austragungsrhythmus ev. nur alle 4 Jahre. Eine Beschickung wird von Swiss Swimming geprüft
*= bei Rennen mit Vorlauf, Halbfinal und Final gilt der 8. Platz des Halbfinals. Bei Rennen mit direkten Finals oder A- und B-Finals gilt der 8. Platz des Vorlaufs (entspricht in jedem Fall der Qualifikation für den Final der besten 8).

Staffeln

Die Limitezeit für alle Staffeln berechnet sich aus der Addition der entsprechenden Einzellimiten. Ein Schwimmer kann sowohl mit Einzelzeiten, als auch mit Staffelabschnittszeiten in die Wertung kommen, wobei für fliegende Ablösung ein Malus von 0.80 Sekunden dazugerechnet wird.
Die endgültige Staffelzusammensetzung an der jeweiligen Meisterschaft wird von den Trainern vor Ort in Abstimmung mit dem Teammanager gemacht.

Selektion

Der definitive Entscheid über eine Selektion erfolgt nach Vorschlag des Chef Leistungssports durch die Direktion Swiss Swimming. Durch das Unterbieten der Qualifikationsanforderungen entsteht noch kein Anspruch auf eine Selektion. Für einen Selektionsentscheid kann die Direktion Schwimmen neben dem Erreichen der Qualifikationsanforderungen auch weitere Kriterien berücksichtigen (Gesundheitszustand, Formentwicklung, Trainingszustand, Top-Athletenstatus, etc).
Die Selektionen werden dem Athleten und dessen Heimtrainer per Email mitgeteilt und über die Homepage von Swiss Swimming veröffentlicht.

Trials

Nach Möglichkeit wird die einer internationalen Meisterschaft vorangehende Schweizer Meisterschaft zum Trialswettkampf. Das bedeutet, dass die Startplätze in erster Priorität an diesem Wettkampf vergeben werden. Falls möglich, gibt es in einer darauf folgenden, festgelegten Periode die Möglichkeit, sich noch für freie Plätze zu qualifizieren.

Allgemein gültige Regeln

Timetrials oder andere Zusatzläufe sowie Zwischenzeiten gelten in keinem Fall als Qualifikationszeiten. Wenn verlangt wird, dass ein Limiteversuch im Voraus angekündigt werden muss, gelten keine Resultate von anderen, nicht angekündigten Wettkämpfen.

Zusatzrennen

Wenn ein Start in einer zusätzlichen Disziplin Sinn macht, ist dieser möglich, sofern der entsprechende Startplatz noch nicht besetzt ist. Bedingung dafür ist, dass der Athlet in den vorangehenden 12 Monaten eine Leistung im Bereich „Limitezeit + 2%“ erbracht hat. Zusatzrennen werden immer mit den Athleten und deren Heimtrainer abgesprochen. Der endgültige Entscheid für die Meldungen liegt beim Teammanager.

Allgemeine Bestimmungen zu Selektionen des Betreuerteams für Nationalmannschaften an internationalen Meisterschaften

Philosophie und Ziele

Die Direktion Swiss Swimming bestimmt aufgrund der selektionierten Athleten ein Betreuerteam, welches eine optimale Unterstützung der Athleten gewährleistet. Selektionierte Betreuer setzen sich in ihren Funktionen für das gesamte Team und insbesondere für die Athleten von Swiss Swimming ein. Die Zusammenarbeit aller im Rahmen der Aktivitäten von Swiss Swimming beteiligten Personen beruht auf gegenseitiger, respektvoller Achtung, auf Vertrauen und Ehrlichkeit sowie auf Fairness im Umgang mit den Regeln.
Das Begleiten einer Delegation ist stets eine Möglichkeit zur persönlichen Weiterbildung. Die Einsätze werden deswegen nur symbolisch entschädigt.
Alle Nationalmannschaftsdelegationen werden an Wettkämpfen von einem Teammanager geführt, der die Verantwortung trägt und und nach innen und aussen als Delegationsleiter auftritt. Der Teammanager schlägt das gesamte Betreuerteam zur Selektion vor.
Die Auswahl und Selektion der Betreuer ist abhängig von der Kompetenz (Ausbildung und Erfahrung), der Fähigkeit, sich an das bestehende Team anzupassen und einzubringen, sowie der Eignung, als Vertreter des Schweizer Schwimmsports aufzutreten. Die Mit- und Zusammenarbeit während der ganzen Saison ist stets eine Voraussetzung für Einsätze an internationalen Meisterschaften.

Das Betreuertram stellt sich wie folgt zusammen:

Coaches:

Die Coaches kümmern sich in erster Linie um die technische Arbeit am Beckenrand und sorgen für eine optimale Vorbereitung und Auswertung der Renneinsätze der Athleten. Als Faustregel gilt: ein Coach auf fünf selektionierte Athleten. Je nach Anlass und Zusammensetzung der Mannschaft kann aber von dieser Regel abgewichen werden. Durch die Selektion eines Athleten entsteht in keinem Fall ein automatischer Anspruch auf die Selektion des persönlichen Trainers.
Grundsätzlich können auch im Ausland tätige Coaches selektioniert werden. Voraussetzung ist, dass sie fähig sind, den Schweizer Schwimmsport zu vertreten und ihr Wissen der ganzen Mannschaft zur Verfügung zu stellen.

Arzt, Physiotherapeuten und Masseure:

Nach Möglichkeit wird ein Medicalteam aufgeboten, das die medizinische und therapeutische Betreuung der Athleten sicherstellt.
Je nach Bedarf und Grösse der Delegationen können weitere Personen bestimmt werden, welche für spezifische Aufgaben eingesetzt werden.

 

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